Mittwoch, 26. September 2012

1896 "Die Tricks der Banken": 1. Hohe Kosten. 2. Verdeckte Provisionen. 3. Dreiste Lockangebote. 4. Unverständliche Produkte. 5. Versteckte Zinsen. Oder: Die modernen Raubritter sind unterwegs.

 
In der heutigen Ausgabe der SZ - von dem Blogger gegenwärtig im Probeabo bezogen - wird das unter die vorstehend erscheinende Lupe genommen, was sich im Bankwesen an Usancen eingebürgert hat - immer zum Nachteil der Kunden. Was man nicht wissen kann - zumindest nicht als jemand, der so unbewandert in der Materie und so völlig unbeholfen im Umgang mit Zahlen ist wie er -, ist das, was sich in der folgenden Auflistung zu Anfang ganz besonders hervorgehoben findet. Dort steht zu lesen: "Ein bis zwei Prozent [Renditeverlust infolge falscher Beratung] - das klingt nicht nach viel Geld. 'Wenn man das aber für einen jungen Sparer bis zum Ruhestand einrechnet, fällt seine Rente bei gleicher Sparleistung nur halb so hoch aus'..."

Aufgrund falscher Beratung kommt es auch dazu, dass, wie gleich darauf folgend zu lesen, den Deutschen jährlich 90 Milliarden Euro an Einkünften entgehen, indem man sie veranlasst, ihre Gelder bei falschen Produkten zu investieren. Der lachende Dritte ist dabei immer der Berater - oder auch gleich die ganze Bank. Denn sowohl der wie auch sein Arbeitgeber kassiert bei den Abschlüssen, die getätigt werden, ordentlich ab. Wobei für sämtliche in Sachen Beratung für die zu melkende Kundschaft das gilt, was sich unter dem vorletzten Punkt zu der Art der Regulierung der entsprechenden Geschäftsangelegenheiten ausgesagt findet: "Eines der Grundprobleme dabei sind die Gebühren und Provisionen, die die Inititatoren der Fonds an sich selbst und andere auszahlen. 'Deren Höhe ist zum Teil pervers', sagt Finanzexperte Nauhauser."
Hält man sich vor Augen, dass die hiermit vorgestellten 5 Tricks nur eine Auswahl aus dem darstellen, was sich auf finanziellem Terrain speziell im Bereich des Bankwesens noch so in Richtung Kundenschädigung tut - das "Schwarzbuch Banken und Finanzvertriebe" der Verbraucherzentralen soll laut Textinfo noch eine ganze Reihe weiterer Tricks ausweisen -, dann kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass diese Selbstbereicherung bestraft zu werden verdient. Wie - dies muss jeder halt für sich allein entscheiden. Relativ leicht sollte einem die Entsheidung fallen, "das vermeintlich kostenlose Konto" nicht bei einer Bank zu eröffnen, die dieses anregt. Weil die dabei nämlich nur darauf aus ist, "die Gebühren für andere Leistungen oder die Zinsen fürs Überziehen des Kontos unverschämt hoch" anzusetzen.

Für den Blogger jedenfalls steht fest, dass er allen Werbeversuchen von Banken widerstehen und deren Papiere gleich in den dafür bestimmten Behälter befördern wird, die ihn dazu anstiften wollen, sich auf deren Projekte einzulassen. Auch wird er wohl seiner Volks- und Raiffeisenbank, die Gott sei Dank eine Filiale auch in seinem Heimatort hat - durchgängig treu bleiben. Dass dieses genossenschaftlich organisierte Finanzunternehmen relativ unbeschadet aus der großen Finanzkrise herausgekommen ist, weil es sich nicht auf die Geschäftemacherei mit hochriskanten Geldanlagen eingelassen hat, ist etwas, was er ihm hoch anrechnet.


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