Sonntag, 5. April 2009

209 Hier gibt's mal jede Menge Erbauung:

"Erbauung am Kamin" hat die FAS einen zweiseitigen Artikel überschrieben. In welchem dargestellt wird, wie Fliesenforscher "Licht ins Dunkel" etwa der Frage bringen, warum bestimmte Themen so beliebt sind.

Um einen Eindruck von der Art der textlichen Darstellung in dem fraglichen Beitrag zu vermitteln, sei hier aus ihm eine Passage zitiert: "Seit der Utrechter Union von 1579 waren die katholischen südlichen Provinzen der Niederlande weiterhin unter spanischer Herrschaft, die protestantischen im Norden unabhängig. In der Folge zogen viele reformierte Kaufleute und Handwerker in Städte wie Rotterdam (wo insgesamt 14 Fliesen-Manufakturen entstanden), Amsterdam und Delft. Ain diesem Milieu fanden die aufkommenden pietistischen Strömungen besonderen Widerhall. Diese von Laien geprägte Bewegung, die das Bibelstudium hochhält, brachte in den Niederlanden gegen Ende des verherrenden Dreißigjährigen Krieges auch ein völlig neues Bildprogramm bei der Fliesenherstellung hervor. Von etwa 1640 an spielen dort biblische Szenen eine große Rolle, was früher die Kirchenfenster oder der Altar im religiösen Bildungsprogramm der Analphabeten waren, ist jetzt die Küchenwand oder der Ofen - der Blick geht nicht mehr über den Kopf ins Lichte, sondern in die Wärme."

Wobei, nur dies sei hier kritisch angemerkt, dass a) es sehr fraglich sein dürfte, ob die innere Wärme, die ja eigentlich mit religiöser Praxis irgendwie einhergehen sollte, auch nur annähernd die Temperatur der Kachelöfen entsprochen hat; ferner b) dass die Kirchen sich unablässig bemühen, religiöse Bildungsprogramme aufzulegen - ohne dabei aber im Grunde etwas essentiell zu einem besseren Gelingen von Gemeinschaft beizutragen. Ganz anders, als es insbesondere der indische Weise Maharishi Mahesh Yogi in über 50 Jahren eines ungemein segensreichen Wirkens zuwege hat bringen können; und schließlich c) dass sie viel zu viele Mauern unter den Menschen aufgebaut haben und aufbauen, die, ohne ein rechtes Bindemittel auskommen müssend, doch dieses leisten: die Menschen voneinander zu trennen.

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PS: Es ist mir unerfindlich, wieso im Browser Mozilla Firefox mit einem Mal eine ganze Reihe von Gestaltungselementen einfach verschütt gegangen ist. Dem habe ich bis dato - aus Gründen, die sich in Post 114,
diesen abschließend, dargestellt finden - den Vorzug gegenüber dem Internet Explorer gegeben. Angesichts dieser neuen Sachlage ergeben sich für mich Veränderungen in der Bewertung der Leistungsangebote.
AUF JEDEN FALL: DEN BROWSER INTERNET EXPLORER NUTZEN, UM DIE TAGEBUCHEINTRÄGE MIT IHREM VOLLEN GEHALT ZU SICHTEN!!!




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