Sonntag, 21. Dezember 2008

136 Der Deister rief mal wieder:.......

.... a) weil der Holden durch das Mitmarschieren eine kleine Freude bereitet werden sollte, und b) weil's bei der vielen Schreiberei am Computer denn doch wenigstens ab und zu mal eines Ausgleichs bedarf. Was mir dabei so in den Sinn kommt: Eigentlich müsste man hergehen und - wenn nicht den Augiasstall komplett ausmisten - so doch etwas energischer mit dem Kehrbesen darangehen, wenigstens einigen der Missstände in unserem immer noch recht schönen, aber mehr und mehr verunstalteten Ländle zu Leibe zu rücken. Also, wie im Bild angesprochen: einen Kehraus veranstalten. Nicht zuletzt wegen solcher - nur dumpf geahnter - Missstände gehen Jugendliche her und ritzen sich ihre Haut auf, sich absolut ohnmächtig erfahrend, keinerlei Perspektive mehr für sich sehend - dabei aber ihre Frustenergien nicht, wie die Rechten, gegen andere richtend und an denen auslassend, sondern gegen sich selbst lenkend. Eine "zivilisierte Form" der Stressabfuhr gewissermaßen. Für die es ganz andere Mittel gäbe. Von denen hier in diesem Blog mittlerweile schon so oft geredet wurde, dass ich hier darauf verzichte, mehr dazu auszuführen.

Etwas energischer geht es etwa in dem vorangehenden Post zu. Dito aber auch an zig anderen Stellen in diesem eLog oder Blog. Wo man in dieser Hinsicht recht schnell fündig wird, wenn man denn mal etwas in ihm herumstöbert. Zwischendurch tut es aber aber immer denn mal wieder gut, einfach nur die Schönheiten der Natur wahrzunehmen und dem Ruf zu ihnen hin zu folgen. So haben meine Holde und ich uns heute auf den Weg von Bredenbeck hin zum Annaturm gemacht: eine Strecke von insgesamt 18 Kilometern. Wobei wir für den Rückweg exakt 2 Stunden benötigten. Beim Hinweg waren es mehr als zweieinhalb Stunden. Für jemanden, der dank Schlafapnoe (vgl. Post 134) ein beachtliches Gewicht hochzuwuchten hat, schon eine ganz respektable Leistung.

Vorbei ging's am Waldparkplatz, den Brandweg hoch - der so heißt, weil an seinem Endpunkt auf dem Kamm ein Feuermeldeturm stand -, weiter auf dem Schwarzen Weg mit dem randlich gelegenen Lokomotivbrunnen, dem historischen Rastplatz "Adamsruh" mit seiner entsprechend markierten Steinbank , über den dann in diesen einmündenden Kammweg bis hin zur Deisterhütte. Die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Annaturm gelegen ist. Dort sollten wir wegen der fortgeschrittenen Mittagszeit gerade noch zwei Plätze für uns finden. Zuvor wäre wahrscheinlich Warten angesagt gewesen.

Auf dem Weg zu der Hütte hatte meine Holde, eine studierte Mathematikerin und Sportlerin, ihre Zählwerke angeworfen, so einen ungewöhnlich lebhaften Betrieb auf dem Kammweg exakt definieren könnend: 25 Fußgänger und 24 Mountainbiker waren auf dem Hinweg an uns vorbeigekommen. Dazu noch 2 Reiterinnen.

Nach dem Verzehr von einem halben Hähnchen samt Pommes und dem Genuss eines Schoppens Schlehenwein - der Kopf wird bei anderen Obstweinen nach meiner Erfahrung etwas schwerer - mit einem aus dem Süddeutschen kommenden Gast in ein Gespräch über die Schönheiten des Deisters geraten. Aus welchem Anlass ich die Wirtin das Fotomaterial hervorholen ließ, welches ich einfach mal in der Hütte vermutete. Näheres dazu zu finden in Post 114. Ich werde es so handhaben, dass ich, vorausgesetzt, die Wirtsleute spielen mit, dort meine "Geschäftskarte" samt ihrem Schlussaufdruck "b.w." auslege, um mehr Leute für die fragliche Veröffentlichung - "Der Deister" - zu interessieren. Die ansonsten völlig unbeachtet irgendwo in einem Regal herumliegt.

Wenn nebenstehend von einer "Stadt voll himmlischer Geschenke" die Rede ist - gemeint ist die Stadt, die mit "Kar" beginnt (welch grandioser Werbegag!!!) -, dann wüsste ich ein besseres Geschenk: Eben das vorgenannte Buch. In einem Querschnitt durch die 140 großformatigen Bilder zu sichten, wenn man in Post 114 auf den entsprechenden Link geht. Was sollen mir und meiner Frau, Ihr Leuchten - oder auch Leutchen - von Karstadt, Euer Angebot an Schmuckstücken, Uhren und mit welchen Anmutungen auch immer daherkommenden Duftwässerchen, wenn wir solche Anblicke genießen können?:


Womit wir beim Wetter wären. Angesagt war für heute ein sich weit erstreckendes Tiefdruckgebiet - mit Niederschlägen im Süddeutschen bis hin zu 50 l/qm. Auch bei uns hatte es in der Nacht ordentlich geschüttet. So, dass der Kammweg noch nass und voller Pfützen war und von den Zweigen große Sammeltropfen herunterkamen. Und so, dass meine Holde ihretwegen sogar die Kapuze überzog. Aber: Nicht ein einziger aus den Wolken kommender Tropfen! Was mich sehr stark an die günstigen Begleitumstände gerade auch beim Wetter bei unseren anderen, in diesem Blog bereits geschilderten Unternehmungen erinnern sollte. Davon glaube ich, mittlerweile immer mehr einem Bauchgefühl oder der Intuition vertrauend, sogar ausgehen zu können.

Adamsruh - um nochmals auf einen der Punkte zu sprechen zu kommen, die wir unterwegs passierten - sieht jetzt übrigens ganz anders aus als im Jahr 2006, aus welchem die Aufnahme stammt. Der Sturm Kyrill hat gerade in der unmittelbaren Nachbarschaft dieser alten Raststätte so gewütet, dass ein ganzes rechter Hand stehendes Waldstück total niedergemacht worden ist. Aber auch in die im Bild sichtbaren Bäume stehen nicht mehr. Insofern eine Aufnahme mit schon fast historischem Charakter. Ob solcher Natureindrücke kann der Smiley, dem die Gesichtszüge beim letzten Post am liebsten nach unten entglitten wären, denn doch wieder zu strahlen beginnen!

Hundeklaus würde an dieser Stelle vermutlich sticheln: "Was will der Dichter uns damit sagen?" Hat er doch hin und wieder mal in meinen Blog reinschauen müssen, wenn ich für ihn bei www.hannover-single.de tätig wurde. Was also ist der Kernpunkt in diesem Tagebucheintrag?

Liebe Leute! Ihr lasst Euch allen nur denkbaren Quatsch als der Weisheit letzten Schluss vorgaukeln und neigt dazu, auf Angebote hereinzufallen, die immer nur dazu angetan sind, Euch die Taschen zu leeren und Euren Frust nur noch zu steigern. So im Endeffekt erreichend, dass Ihr, mit allem unzufrieden, wieder danach verlangt, dass jemand mit eiserner Hand Ordnung schaffe. So, wie wir es ja in unserer Geschichte eigentlich lehrreich genug haben erleben "dürfen".

Wohl dem, der die Möglichkeit hat, den Stress, den er permanent bei sich auflädt, bis er ihn an irgendeinem Punkte nicht mehr aushält und nach Befreiung verlangt, diese etwa in der Natur zu finden. Für uns jedenfalls hat es sich als gar nicht zu überschätzendes Vorteilsmoment erwiesen, dass wir seinerzeit, vor jetzt genau 30 Jahren, von Münster her kommend, nicht wieder in eine Stadt gezogen sind. Was ist denn dran an dem urbanen Leben, welches, wieder recht absichtsvoll, in den Gazetten des Landes in neuerer Zeit so hochgelobt wird? Doch wohl in allererster Linie, dass man, hat man etwa so Riesenverkaufsmeilen wie die Ernst-August-Galerie hier in Hannover in so gut wie unmittelbarer Nachbarschaft, dort ordentlich shoppen gehen kann. In gehobenem Ambiente, sich so seine Kauflaune noch steigern lassend.

Was den Gegenpart, die kulturellen Veranstaltungen anbelangt: Die haben wir hier auf dem Lande auch zur Genüge, beispielsweise die Chorauftritte in den verschiedensten Kirchen - vgl. die Aussagen zu dem Ensemble "Petersburger Harmonie" in Post 114 -, oder aber die Instrumentalkonzerte im großen Saal des Klosters Via Cordis in Wennigsen. Oder die Auftritte von Sängern mit bedeutenderem Format in der hiesigen Erlebnisgastronomie, dem Restaurant La Cascina. Oder, oder, oder....Und bei solchen Angeboten soll ich mir wegen der in der Stadt wohl besseren Flaniermöglichkeit, bei der ich ja letztlich doch nur durch die vielen Auslagen zum Kaufen animiert werden soll, einen Kopf machen? Werte Marktstrategen: Da huste ich Euch was! Viel mehr zählen für uns die hier, in ländlichen Gefilden wahrzunehmenden sozialen Kontakte: Für meine Holde sich ergebend beispielsweise bei ihrer Hausmusik mit Klavier, Cello und zwei Geigen sowie bei der von ihr geleiteten Seniorengymnastik; für mich beispielsweise in den wöchentlich an zwei ganzen Nachmittagen veranstalteten Skatrunden oder beim Gesang in jetzt vier Chören.
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PS: Es ist mir unerfindlich, wieso im Browser Mozilla Firefox mit einem Mal eine ganze Reihe von Gestaltungselementen einfach verschütt gegangen ist. Dem habe ich bis dato - aus Gründen, die sich in Post 114,
diesen abschließend, dargestellt finden - den Vorzug gegenüber dem Internet Explorer gegeben. Angesichts dieser neuen Sachlage ergeben sich für mich Veränderungen in der Bewertung der Leistungsangebote.
AUF JEDEN FALL: DEN BROWSER INTERNET EXPLORER NUTZEN, UM DIE TAGEBUCHEINTRÄGE MIT IHREM VOLLEN GEHALT ZU SICHTEN!!!




















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