Mittwoch, 3. Dezember 2008

120 Das große Heulen möchte einen ankommen - so, wie diese kleine Chinesin. Ob der besonderen Wehrlosigkeit gegenüber kapitalistischen Umtrieben.


Helmut Haussmann

(FDP, ehemaliger Wirtschaftsminister) Der frühere Bundeswirtschaftsminister für Wirtschaft (FDP) befürwortet zwar die Rettung von Opel als Unternehmen einer Schlüsselindustrie, fordert aber auch, dass sich die Politik bei anderen Branchen raushalten solle. "Sonst ist der Staat so hoch verschuldet, dass wir aus der Krise nicht mehr heraus kommen", sagt der heutige Unternehmensberater, der Zeitarbeit für einen Jobmotor hält.

Norbert Blüm
(CDU, langjähriger Arbeitsminister) Der frühere Opel-Arbeiter und langjährige Arbeitsminister sieht Deutschland auf dem Weg in die Lohnsklaverei. "In dieser schönen, neuen Arbeitswelt fühlt sich keiner mehr seines Jobs sicher, und dann geht alle Menschlichkeit verloren", sagt Norbert Blüm (CDU). Mit Arbeitsmodellen wie permanenter Zeitarbeit und Hartz-IV-Aufstockungen würden die Menschen zu "Ersatzteilen der Unternehmen" degradiert.

Wolfgang Grupp
(Unternehmer) "Ich habe noch nie einen Leiharbeiter oder einen 400-Euro-Jobber eingestellt" sagt der mittelständische Textilunternehmer. Für den Boom der Leiharbeiter macht Wolfgang Grupp die Manager der großen Unternehmen verantwortlich, die "zu feige sind, Menschen fest anzustellen". Der Chef von 1.200 Mitarbeitern produziert ausschließlich in Deutschland und legt Wert auf eine enge Bindung seiner Mitarbeiter zum Betrieb.

Ronald Igert
(Leiharbeiter) Der gelernte Maschinist Ronald Igert ist seit sechs Jahren Leiharbeiter in der Automobilbranche. Der große Traum des 41-jährigen Familienvaters mit zwei Kindern ist eine feste, unbefristete Arbeitsstelle.

Ursula Weidenfeld
(Volkswirtin, Chefredakteurin "Impulse") Die Volkswirtin und Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins "Impulse" warnt vor einer staatlichen Intervention bei Opel: "Der Staat sollte nicht in den Wettbewerb eingreifen." Die bedrohten Arbeitsplätze bei dem Autobauer "muss man in einer Rezession in allen Wirtschaftsbereichen ertragen und hinnehmen." Die Arbeitswelt habe sich laut Dr. Ursula Weidenfeld in den letzten Jahrzehnten insofern verändert, als dass "der Wert der Arbeit heute darin besteht, überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben."

Utz Claassen

(Manager) Er gilt als einer der härtesten, aber auch erfolgreichsten Unternehmenssanierer Deutschlands, zuletzt als Vorstandschef des Energieversorgers EnBW. "Es ist ein sozialer Akt, wenn man Unternehmen wieder zukunftsfähig macht", sagt Utz Claassen. Hierbei könnten auch Finanzinvestoren – so genannte "Heuschrecken" – hilfreich sein..

Was aus dem im Folgenden erscheinenden Berichtsausschnitt aus der HAZ von heute hervorgeht, ist die leidige Geschichte mit dem Melamin. Welches ja in Fernost - sachlich gibt es da aber eine große Nähe hin zu den Verhältnissen im Westen -, der Milch unter anderem als Mittel zum Verdecken der Streckung durch Wasser zugesetzt, ganz gravierende gesundheitliche Schäden generiert.







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