Freitag, 12. Dezember 2008

125 "Expeditionen ins Wortreich":...... - oder: Wider den allüberall begegnenden Kult.......- oder: Etwas im Stil einer Offenbarung:























Die will die HAZ demnächst weiter unternehmen. Ein für mich recht interessantes Unterfangen. Da ich der Ansicht bin, dass der Worthülsen und Sprechblasen einfach übergenug sind. Allüberall. Auf jedem Terrain. Und dass solche Hohltöner wie der Hitler - den man vorstehend an seiner Haltung erkennen mag -, nicht allein mit seinen Heeren solch verheerenden Einfluss erlangt hätte, wäre die Bevölkerung vor seinem Wortgetön nicht so erschauert - vor ihm und den Unglücks- und Jammergestalten in seiner Corona einknickend und ihnen dann auch noch jede Menge Ehrerbietung erweisend. Vgl. dazu die Cartoonunterschrift "Der Diener des Volkes".
Um gleich zu Anfang auf den zentralen Punkt zu sprechen zu kommen: Nicht nur die Zeitgenossen neigen dazu, alles Mögliche zum Kultobjekt zu erheben - und sei es auch nur einfach Schrott. Da wird der Handschuh eines Stars "berühmt", da erlangen die Requisiten eines auch nur halbwegs erfolgreichen Filmstreifens gleich Kultstatus und werden auf einer Auktion hoch gehandelt, da kann ein Mario Barth mit seinem Schwachsinn Massen begeistern - wer in meinem Blog herumstöbert, stößt auf mehr zu diesem Spezi -, da wird jemand mit seinem Hut und seiner Brille zur Marke - gemeint ist der Udo Lindenberg -, den anderen mit dem Hut - den Beuys - an Popularität vielleicht sogar noch übertreffend. Ich verzichte hier darauf, weiter in meinem Gripskasten herumzukramen, wen ich denn noch so alles auf dieser Bühne des eigentlich Unsäglichen präsentieren könnte. Nur wenn jemand, so wie der GRÖFAZ, so auf das Podest hat klettern können, dass er öffentlich wahrgenommen wird, nur dann scheint sein Wort etwas zu zählen.

Liebe Leute: Ich stehe auf keinem Podest - und will da auch gar nicht hin. Es geht mir nicht darum, mich zu produzieren, sondern darum, möglichst vielen die Chance oder Gelegenheit zu geben, auf Gedanken zu kommen, die in dem hektischen, um das goldene Kalb herum veranstalteten Betrieb einfach mal angesprochen werden wollen. Das, was sich in diesem Post - oder auch gleich dem ganzen Blog - an Überlegungen findet, mag zumindest für einige so etwas wie Offenbarungscharakter an sich haben; anderen wird es vielleicht zu anmaßend erscheinen. Denn: Man ist es ja schließlich gewohnt, bedenkenswerten Stoff nur in dem zu sehen, was etwa von Wirtschaftsweisen, von Halbgöttern (in Weiß), von Stars aus der Beraterszene vorgetragen wird - im Übrigen auch nur anerkennend, was Kult oder Marke oder was auch sonst immer in dieser Richtung Liegendes ist.

Nach dem Dafürhalten der Allermeisten hat jemand, der noch nicht so in der Öffentlichkeit angekommen ist, sich, bitte schön, gedeckt zu halten und den unteren Weg zu gehen - sich dabei immer wieder im Understatement übend. Weil nur solches die psychologischen Abwehrmechanismen zu unterlaufen in der Lage ist, die gemeinhin den Reaktionsapparat steuern. Alles, was irgendwie nach Fremdbestimmung ausschaut: gleich wird es als etwas abgetan, was belanglos und nicht beachtenswert ist. Es sei denn wieder, etwa der "König der Blogger" - vgl. Post 100 - melde sich da zu Wort.

Solche Rezeptionsmechanismen wahrnehmend, kann ich nur sagen: Wer Ohren hat zu hören - der höre! Was der breiten Masse der borniert bleiben Wollenden bleibt: Sich an dem täglich in den Medien vorherrschend gebotenen Stumpfsinn zu ergötzen - sich dabei als informiert oder unterhalten betrachtend; sich an den täglich servierten Aufregern zu erhitzen, gierig alles aufschnappend, was mit der Beschädigung von irgendeiner Größe zu tun hat; mit Genuss die Sau zu verfolgen, die da, wieder einmal, durchs Dorf getrieben wird; den banalen Geschichten um irgendwelche Stars zu lauschen - sich, um drei Ecken herum, letztlich mit ihnen identifizieren wollend; sich auch ansonsten alles mögliche geistlose Zeug reinzuziehen - dabei völlig an dem vorbeigehend, wozu die Species humana eigentlich berufen ist - nämlich: Das Gesamt im eigenen Bewusstsein und durch das eigene Bewusstsein so anzuheben, dass es von dem Initiator der Creatio continua als etwas erkannt werden kann, das seinen Intentionen entspricht und ihm selbst gemäß ist. Wodurch im Endeffekt erreicht wird, dass Segen aus allem und auf alles fließt, was sie in ihrem Alltag so unternimmt und wozu sie sich in eben dem bezeichneten Sinne anschickt. Und dies unabhängig von jeder konfessionellen Ausrichtung.

Wer mit wenigsten etwas Sinn für Sprache und Gehalte ausgestattet ist, der wird das, was sich nicht nur in diesem Post ausgeführt findet, mit einer gewissen Befriedigung zur Kenntnis nehmen: verlangt doch eigentlich im Grunde jeden danach, einen Zugang zu den elementaren Aspekten unseres Daseins und den darin beschlossen liegenden Erfüllungsmomenten zu gewinnen: ist es doch auch jedem eingegeben, das Höhere auch in der zunächst einmal sich banal darstellenden Wirklichkeit zu suchen. 


Darum: Zumindest für den einen oder anderen dürften, wie bereits gesagt, Darlegungen wie die in diesem Post so etwas wie Offenbarungscharakter haben: schließen sie doch das Potential in sich, zumindest vom Ansatz her im eigenen Verständnisapparat untergebracht zu werden. Im Idealfall sogar: da Ahaerlebnis, den mehr vor Gefühlshaushalt bestimmten Reaktionsmechanismus in dem angezeigten förderlichen Sinne zu beeinflussen. Was die breite Masse aus allem macht, muss mir unter solchen Prämissen mehr oder weniger schnuppe sein - geht es doch in erster Linie um wirkliche Überzeugungs-Mittäter. .Mittäter hat es in unserer unseligen Vergangenheit ganz, ganz viele gegeben - ausgestrahlt hat das Ganze noch weit in die Zeit nach dem Zusammenbruch hinein. Da wurden in den 50er Jahren bundesweit gerade in den konfessionell organisierten Heimen Kinder pausenlos gedemütigt und geschlagen - so, dass die allermeisten von ihnen Verwundungen davontrugen, an denen sie ein ganzes Leben lang laborieren sollten. Im Einzelnen finden sich dazu in der örtlichen Presse folgende Ausführungen:

Bei aller Rigorosität, mit der sie gegen ihre Schutzbefohlenen vorzugehen pflegten, werden sich die verantwortlichen Akteure und Akteurinnen in diesen Stätten der Unterbringungtten es sich nicht haben nehmen lassen, zur Weihnachtszeit den Tannenbaum zu illuminieren und dabei richtig rührselig zu werden. Und damit bin ich bei dem noch zentraleren Aspekt als dem des zuvor angesprochenen Kultstatus: dem Verfehlten an allem, was mit dem Anspruch auftritt, religiös zu sein. Aus meiner Erfahrung als Person heraus kann ich nur das Wort von Karl Rahner, eines der Hauptakteure beim II. Vatikanischen Konzil, unterstreichen, welches beinhaltet, der Christ der Zukunft werde ein Mystiker sein - oder er werde nicht mehr sein. Seit jetzt zweieinhalb Jahren glaube ich zu wissen und sagen zu dürfen, dass sich aus der Erfahrung der Transzendenz heraus soviel an positiven Veränderungen für einen selbst wie auch das engere und weitere Umfeld ergibt, dass man darüber immer wieder nur ins Staunen geraten kann. Dann ergibt sich mit einem Male eine Wachheit und eine Kette an günstigen Gelegenheiten, dass im Grunde jeder nur zu bedauern ist, der diese Kette nicht aufnimmt.

Apropos Kette: An die werden gerade in Glaubensdingen die Zeitgenossen allüberall gelegt. In dem Artikel "Yoga ist verboten" wird ausgeführt, dass in islamisch geprägten Gemeinwesen oberste muslimische Instanzen etwa folgendermaßen befinden - unter der Frage "Wer darf eigentlich was in Malaysia?": Yoga ist " 'unpassend und kann den Glauben eines Muslims zerstören' ". 


Zu dem gleichen Verdikt sind laut Text auch die religiösen Sittenwächter in Singapur und Ägypten gelangt - und wer weiß wo sonst noch. Da wird den Frauen das Tragen von Hosen verboten - und eine Demonstration für mehr Freiheit gerade auch in diesem Punkte gleich mit. " 'Malaysia sehnt sich nach Freiheit' " heißt es in dem zweiten, dem Kurzartikel - mit der Überschrift " 'Spatzenhirne' an der Macht". Was für mich beinhaltet, dass das Freiheitsmotiv, welches gerade auf religiösem Terrain seinen Ort hat resp. haben müsste, nicht durchdringen kann, wenn den immer bornierten Herrschaften die Möglichkeit gegeben ist, den Ton anzugeben. Was sich halt nur ändern lässt, wenn die Individuen sich innerlich freimachen und ihr Bewusstsein auf andere Dinge lenken.Liebe Leute: All die Regeln, Konventionen, all die Fatwas und Regularien zu diesem und jenem schaffen, eigentlich mehr oder weniger Spatzenhirnen entsprungen, absolut nichts in Richtung echter Religiosität Beinhaltendes. Die sich in der Stille gründet, bei der man den Kontakt zur Sphäre des Absoluten schneller findet, als man sich dies vielleicht vorzustellen vermag. Alles davon sich Entfernende: nur Menschen-, zum Großteil sogar nur Blendwerk. Alles mehr oder weniger nur dem Verlangen nach Selbstvergewisserung, nach Bestätigung des eigenen Standpunktes geschuldet. Der dann noch dadurch bekräftigt zu werden pflegt, dass abweichende Einstellungen etwa mit dem Verdikt des Mystizismus oder dergleichen belegt werden. Unter den eigenen Sinnangeboten aber nichts, was einem in puncto wahrer Transzendenzerfahrung weiterhülfe. Da haben die Moslems doch ihre verbindliche Vorschrift, zumindest einmal in ihrem Leben die Kaaba umrundet zu haben. Bei welcher Gelegenheit dann Steine gegen die Mauer geworfen werden - symbolisch gegen den Teufel gerichtet. Als ob das in irgendeiner Weise aus den verschiedensten Teufelskreisen heraushülfe, in den die Menschen befangen sind: Für mich alles Budenzauber, mehr nicht - trotz aller Verpflichtung zum Respekt vor den Usancen in anderen Religionskreisen sei's gesagt.
Wenn man sich in dieser hier nochmals gebrachten Sprechblase das versammelt vorstellt, was an Tiraden gerade aus den Mündern von islamischen Hasspredigern auf die dann auch noch gläubig ihre Bücklinge verrichtenden Glaubensgenossen herniederzugehen pflegt: dann bekommt man etwa eine Vorstellung davon, als wie verbohrt ich die meisten mit dem Islam verknüpften Regularien betrachte. Ich halte absolut nichts davon, wenn einem vorgegeben wird, man müsse sich so oder so einrichten und verhalten, um nicht einem ablehnenden göttlichen Urteilsspruch zu verfallen; ich halte vielmehr dafür, dass es wesentlich weiter führt, wenn das Individuum sich in aller Ruhe, immer bei sich bleibend und die Fülle des jeweiligen Momentes gewärtigend, durch geeignete Übungen, auf das Transzendente einlässt. Welches immer auch in ihm selber ruht. 

Unabhängig von jeder Glaubensrichtung bin ich zu der Ansicht gelangt, dass letztlich nur so Individuum wie Gesellschaft zu einem ersprießlichen Wirken gelangen können. Wer mag, kann dazu ja mal etwas mehr in diesem Blog herumstöbern. Noch ein Schlussstatement: Die Welt hat - man nehme dazu den am Ende erscheinenden Smiley in den Blick - nichts zu lachen angesichts der missbräuchlichen Praktiken, wie sie gerade auch auf religiösem Terrain Usus sind.

PS: Es ist mir unerfindlich, wieso im Browser Mozilla Firefox mit einem Mal eine ganze Reihe von Gestaltungselementen einfach verschütt gegangen ist. Dem habe ich bis dato - aus Gründen, die sich in Post 114,
diesen abschließend, dargestellt finden - den Vorzug gegenüber dem Internet Explorer gegeben. Angesichts dieser neuen Sachlage ergeben sich für mich Veränderungen in der Bewertung der Leistungsangebote.
AUF JEDEN FALL: DEN BROWSER INTERNET EXPLORER NUTZEN, UM DIE TAGEBUCHEINTRÄGE MIT IHREM VOLLEN GEHALT ZU SICHTEN!!!




















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