Samstag, 27. August 2011

1305 Lokalkolorit Bredenbeck/33: "Ein perfekter Ort zum Leben ... und für die ewige Ruhe". Als Ortsteil Wennigsens sehr heraustretend in einem Bericht




.... über diese Großgemeinde. Obgleich der heute in der HAZ erschienene Artikel "Ein perfekter Ort..." sich auf Wennigsen als den Zentralort der Gemeinde bezieht, geht der Redakteur Daniel Behrendt vor allem auf den in dem Blogtitel genannten Ortsteil ein. Und zwar - nach ausführlicher Darstellung des jetzt von der Knigge'schein Miteigentümerschaft geschaffenen und von dem Förster Ralf Schickhaus betreuten Ruheforstes wie folgt: "Einen geeigneteren Ort als Bredenbeck kann man sich für ein Projekt wie den Ruheforst schwer vorstellen. Kaum irgendwo sonst in der Region fällt der Naturgenuss und das Gefühl ländlicher Geborgenheit derart ungetrübt aus wie in der waldreichen Großgemeinde Wennigsen, sie sich malerisch in die sanften Hügel des Deisters schmiegt. Ein derart privilegierter Standort garantiert Lebensqualität und ist ein Pfund, mit dem sich trefflich wuchern lässt.

Entsprechend ausgeprägt ist das Umweltbewusstsein in Wennigsen. Der junge, ehrgeizige Bürgermeister Christoph Meineke verfolgt mit Nachdruck die Umsetzung eines gemeinsam mit den Nachbargemeinden Barsinghausen, Gehrden und Ronnenberg gegebenen Klimaversprechens, das eine drastische Reduzierung der CO2-Emissionen vorsieht. Zudem kann Wennigsen auf eine mustergültige Ökosiedlung, eine mit einer Holzhackschnitzelheizung ausgestattete Gesamtschule und den sogenannten Wasserpark vorweisen, der Badesee und biologische Kläranlage in einem ist." Zu der vorerwähnten Heizung kann der Blogger mit Fug und Recht bemerken, dass die es heute dort nicht gäbe, wenn er sich nicht, startend mit einem Ende 2004 verfassten Leserbrief in Sachen Heizungsumrüstung KGS, bezogen auf die bei der fraglichen Schule erforderlich gewordene Heizungsumrüstung, in die Angelegenheit eingeschaltet - ihretwegen sogar eigens sein das Ein-Zweck-Unternehmen "Pellet & Chips [Holzschnitzel] Promotion" bei der Gemeindeverwaltung ins Leben rufend.

"Alles was zum Leben notwendig ist, bekommt man seit jeher in Wennigsen, und für größere Anschaffungen zieht es die Menschen sowieso nach Hannover":so der ehemals einen großen Lebensmittelmarkt betrieben habende und dann als ehrenamtlicher Wirtschaftskoordinator sich betätigende Werner Brandt. Wozu der Blogger ergänzen kann, dass a) insbesondere das Kaufhaus Heitmüller mit seinem unwahrscheinlich umfangreichen Sortiment dazu beiträgt, dass man sich am Ort bestens versorgt sieht (was hier nicht vorrätig ist, wird in aller Regel in allerkürzester Zeit besorgf), und dass b) es ihm und seiner Holden etwa auch wegen des im Ort angesiedelten Modehauses Müller meistens erspart bleibt, sich wegen einer Besorgung auf den Weg nach Hannover zu machen. Einzige Ausnahme eigentlich nur die Beschaffung von Anzügen, die in der benötigten Größenausführung nur bei C & A zu haben sind.

Der Wirtschaftskoordinator Brandt hat sich unter anderem dafür eingesetzt, dass in Wennigsen keine Fußgängerzone eingerichtet worden ist - ein Engagement, welches der Gemeinde sehr zugutekommen sollte: "Nicht zuletzt dieser Eigenart, sich im Zweifel gegen den vermeintlichen Schritt nach vorne zu entscheiden, verdankt Wennigsen sein nach wie vor fast dörfliches Erscheinungsbild, dessen Zentrum auch heute noch das um 1200 gegründete Kloster bildet."

Zurück zu Bredenbeck: "Ein Hauch von großer, weiter Welt kann der aufmerksame Besucher auch in Bredenbeck entdecken. Denn dort konnte sich ein anderer, noch bedeutenderer Baumeister [als der Architekt Conrad Wilhelm Haase] verwirklichen". Ihm zuzuschreiben insbesondere die Gutsgebäude des Anwesens der Knigge und die Dorfschule. Der Redakteur bemerkt zu dessen Wirken, dass er eigentlich noch viel weitergehende Pläne mit und in Bredenbeck gehabt habe, dahingehend, den Ort als "klassizistisches Musterstädtchen" einzurichten. Welche Pläne allerdings von dessen Bewohnern nicht gutgeheißen worden seien: "Dass der visionäre Baumeister letztlich doch nur kleckern statt klotzen durfte, mag man bedauern - oder aber begrüßen. Denn so ist die idyllische Deistergemeinde von einem Rummel verschont geblieben, der ihr ganz und gar fernliegen würde." Dieser Einschätzung können sich der Blogger und seine Familie eigentlich nur anschließen.

Mit dem in dem Artikel ausführlich zur Darstellung gelangenden Ruheforst hat man bei der Knigge'schen Miteigentümerschaft offenbar irgendwie den Nerv der Zeitgenossen getroffen. Denn mehr und mehr Menschen suchen sich in dem dieser gehörenden Forst einen Baum aus, unter dem sie ihre letzte Ruhestätte finden möchten: "Je nach Vorliebe und Geldbeutel gibt es eine Vielzahl von Bestattungsvarianten - angefangen bei einem Einzelplatz unter einem eher unauffälligen Gemeinschaftsbaum, der bereits für ein paar Hundert Euro zu haben ist, bis hin zur fast 200 Jahre alten Rieseneiche, die man sich für einen fünfstelligen Betrag zur Gänze reservieren lassen kann. 380 Menschen sind seit der Eröffnung vor zweieinhalb Jahren im Bredenbecker Ruheforst beigesetzt worden. 2100 weitere haben sich einen Platz unter ihrem Lieblingsbaum reservieren lassen." Von daher kann es niemanden verwundern, wenn der Redakteur feststellt, dass der ca. 43 Hektar große Naturfriedhof den Betriebsleiter Schickhaus inzwischen fast ebenso auf Trab hält wie das Kerngeschäft.

PS: Das nachstehend erscheinende Bildmotiv hat der Photograh Ralf Orlowski unweit von Bredenbeck entdeckt und dann in seinen Bildband "Der Deister" eingebracht - vgl. den folgenden Post:

114 Herrliche Impressionen aus dem Deister,....- und: Herrliche Stimmen im Deister


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