Freitag, 5. August 2011

1283 Lokalkolorit Bredenbeck/31: Das etwas andere Haus mit dem ganz anderen Garten. Und der ganz, ganz anderen Einstellung seiner Bewohner.



Unlängst in der FAS einen Artikel gefunden, in dem es um exakt dieselbe Variante der Bauausführung des Blogger-Wohnsitzes ging, der hier vorstehend auch erscheint. Vor jetzt 33 Jahren von dem leider bei einem Zugunglück früh zu Tode gekommenen Maurermeister Rossol gewählt, um zu erreichen, dass sich Interessenten für die auf einem geteilten Grundstück errichteten Baulichkeiten fanden: für nur einen bezugswilligen Käufer wäre dieses zu groß gewesen.

Somit handelte es sich - nicht anders als in dem fraglichen Artikel geschildert - um eine Notlösung. Welche sich aber für die Bezieher als sehr vorteilhaft erweisen sollte: die an siamesische Zwillinge erinnernde Gestaltung der Immobilie brachte es nämlich mit sich, dass die Familie des Bloggers in den Besitz eines wunderschönen, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Häusern aus dem vorvorigen Jahrhundert gelegenen Grundstücks gelangen konnte: ein größerer Bau auf einem fast doppelt so großem Terrain wäre für sie unerschwinglich gewesen.

Das, was im Weiteren von diesem Grundstück resp. dessen Bewuchs zu sehen ist, ist alles auf dem Mist der dem Blogger kostenpflichtig angetrauten Ehehälfte gewachsen: nicht eine Pflanze, aber auch nicht eine einzige ist von ihm in den Garten eingebracht worden. Vor dem die Passanten wegen der permanent niedrigen, zur Straße hin gelegenen Hecke immer wieder ganz erstaunt stehenbleiben und etwa kommentieren: "Der ist aber lustig." Oder aber: "Ich muss hier einfach immer wieder stehenbleiben, wenn ich vorbeikomme. Der Anblick ist einfach zu schön!"

Die Holde, die über ein geradezu unwahrscheinlich glückliches, bestens wirkendes grünes Händchen verfügt, hat unter anderem dafür gesorgt, dass auch nicht ein Krümchen oder ein Tröpfchen Chemie in den Garten gelangt ist. Auch die beiden Grünflächen - eine vor der Giebel-West-Seite, eine vor der Giebel-Ost-Seite -, die keine Rasenflächen sind, wie Otto Normalo sich die halt wünscht, haben noch nicht einmal Unkrautvernichter gesehen - zum Vorteil der in ihr und unter ihr befindlichen Lebewelt.

Soviel Farbe inmitten von soviel Grün, die nachstehend erscheinende Solaranlage, die Regentonnen - insgesamt sind es vier - sowie auch das Zwergkarnickelweibchen - der Gefährte hat sich unlängst von ihm für immer verabschiedet - lassen wohl den Schluss zu, dass den Bewohnern dieses Grundstücks sehr viel an Vielfalt und Leben gelegen ist. Und dass sie darauf pfeifen resp. nur ein ganz, ganz müdes Lächeln dafür übrig haben, wenn ihnen wieder einmal Angenehmes bei einem "Jubiläums-Sonderverkauf" verheißen wird. Von woher man wohl unschwer auf die politischen Präferenzen schließen mag. Dass am Hause Bickmann so gut wie alles spurlos vorbeigeht, was als Geist der Zeit verstanden werden mag, ist auch daraus zu ersehen, dass in ihm immerhin 7 Familienangehörige ihre Unterkunft fanden. Deutlicher gesagt: Der ganze Budenzauber, der um irgendwelche Konsumgüter und Marken - die man sich ja nur leisten kann, wenn die Familie klein gehalten wird - veranstaltet zu werden pflegt, alle Losungen, die immer nur deshalb ausgegeben werden, damit man irgendwo in eine Falle gerät und sein Geld los wird: sie gehen vor allem den Eltern "so was vom am Arsch vorbei", wie's im Neusprech heißt, dass die Werbefuzzis und deren Auftraggeber ganz schnell graue Haare bekommen würden, verhielten sich mehr Zeitgenossen entsprechend.

PS: Aus der Materiallage im Infolabor des Bloggers ist abzusehen, dass der grüne Touch, welcher alle seine Auslassungen mehr oder weniger kennzeichnet, zeitnah zu diesem Eintrag dahingehend manifestieren wird, dass der Konservativismus entlarvt und mit seiner ganzen skrupellosen Verlogenheit vorgeführt werden wird.

PPS: Auf dem Monitor des Bloggers erscheint dieser Eintrag so:




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