Donnerstag, 9. Oktober 2008

81 Noch zu der Finanzmisere: Schlaglichter. Und: Der Weg weg vom Materialismus

Folgend aus drei verschiedenen Nationen des anglo-amerikanischen Raumes Berichte, die schlaglichtartig das Wesentliche der Gesamtsituation erhellen.||| Zunächst der Fall eines lange Zeit über enorm "erfolgreichen" Finanzjongleurs, eines in den USA lebenden Inders. Der, als die desaströse Entwicklung auf dem Geldmarkt sich abzeichnete, seine Söhne, seine Frau, seine Schwiegermutter und zuletzt sich selbst erschossen hat.|||Dann die Misere, in die der kleine Staat Island mit seinen 300000 Einwohnern dadurch geraten ist, dass er massiv in das spekulative Geschäftmit seinen nicht ausreichend werthaltigen Papieren eingestiegen ist.|||Dann die Situation der Premier League, bei der vielleicht am deutlichsten vorgeführt wird, wie schwungvoll sich alle Welt an dem Tanz um das goldene Kalb beteiligt hat - jetzt aber, ohne die gönnerhaften Geldgeber, völlig aus dem Tritt geraten ist.




Wenn der Papst jetzt kommentiert, die Orientierung ausschließlich am Materiellen müsse solche Fehlentwicklungen nach sich ziehen, dann ist ihm voll und ganz beizupflichten. Die Crux ist nur, dass die spirituelle Perspektive, die, welche über die enge Bindung an irdische Objekte hinausweist, gerade auch von der katholischen Kirche nicht so vermittelt wird, wie es ihr eigentlich gemäß ist, nämlich als erfahrbare Größe. Darum wird er auch mit seinen Einwendungen den Kapitalismus nicht domestizieren können. Darum werden seine Worte so gut wie ungehört verhallen. Darum wird sich an den Verhältnissen im Grunde nichts ändern.

Ganz anders verhalten sich die Dinge dagegen bei dem Ansatz des indischen Weisen Maharishi Mahesh Yogi. Der seinen Schülern Wissens- und Erfahrungsstoff hat weitergeben können, der, in einer etwa 6000jährigen Tradition gründend, das Zeug hat, Veränderungen zum Positiven hin anzustoßen und zu fördern. Weil er einen unmittelbaren Bezug zur Sphäre der Transzendenz hin ermöglicht - aus welcher heraus wiederum alles Positive genährt wird.

PS: Ein Datum, welches gerade bei einer Fernsehsendung (KONTRASTE?) weitergegeben wurde: Auf die 785 Parlamentarier bei der EU in Brüssel sind 15000 Lobbyisten angesetzt. Die natürlich nur eines im Sinn haben: Beim Tanz um das Goldene Kalb mit ihrer Firma eine möglichst gute Figur zu machen. Welcher aber, vom Ansatz her mit dem der Derwische vergleichbar, nur dazu führt, dass man sich mit einem immer irrereren Tempo um den einen Punkt der Gewinnmaximierung dreht - dabei dann allerdings, anders als die Derwische, total aus dem Tritt geratend. So wie der in dem ersten Zeitungsbericht erwähnte Inder. Der, die vielen Nullen hinter dem Komma auf seinen Buchungsbelegen als alleinige Lebensperspektive begreifend, am Ende kaum noch etwas Bares in der Hand haltend, bar jedes Sinnes für seine nichtpekuniäre Umwelt bleiben musste. So, dass diese im Endeffekt nicht mehr begeistert auf das starren konnte, was sich so alles hinter dem Komma tat, sondern, entgeistert in einen Revolver starrend, in ein - wenn auch nur kurzes Koma - versetzt wurde.

PS: Mehr zu dem Thema in dem hier an 86., 84. und 80. Position erscheinenden Posts

86 Das ist er also so gut wie vollständig - mein "Hauptchor" Harmonia Langreder. Pünktlich zum Probenbeginn. Allerdings mit den 24 zu zählenden....

84 "Performance" - ein vor nicht allzulanger Zeit oft zu hörendes und zu lesendes Wort: Ein Annäherungsuch an den Wesensgehalt des Turbokapitalismus.

80 "Mein Gott, warum?" ....


PS: Die nebenstehend aufgeführten technischen Kernpunkte der Finanzkrise hat mir ein von Berlin nach Bredenbeck umgezogener junger Mann im örtlichen Stehcafé vor Augen gehalten, der a) in zweien der Chöre mitsingt, in denen ich aktiv bin, und der b) darum wusste, dass ich mich in der Angelegenheit schriftlich äußere. Da ich die Darstellung recht prägnant finde, habe ich auch keine Hemmungen, mal etwas von BILD in meinen Blog einzubringen. Was nicht heißen soll, dass ich mir jemals eine Ausgabe kaufen werde.
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