Samstag, 11. Juni 2016

2502 HALLELUJA - der Sozialausschuss der Gemeinde legt sich in Sachen Dorfgemeinschaftshaus Bredenbeck quer: „Die Miete ist bei Schulden von 60 Millionen Euro kein Pappenstiel. Was soll die Gemeinde im neuen DGH als Pflichtaufgabe leisten, was sie nicht schon tut?“, fragte FDP-Ratsherr Hans-Jürgen Herr.


From: crossbick  
Sent: Friday, June 10, 2016 6:32 PM
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Subject: Pläne für Dorftreff vor dem Aus


Quartiersarbeit zu teuer und keine Pflicht: Sozialausschuss bringt Finanzplan ins Wanken 

Von Ingo Rodriguez (Calenberger Zeitung vom 9.d.Mts.)

Unerwartete Hürde für das geplante Dorfgemeinschaftsthaus (DGH) in Bredenbeck: Der Sozialausschuss hält einen Mietvertrag der Gemeinde für Quartiersarbeit im künftigen DGH aus Kostengründen nicht unbedingt für notwendig. Dann fließen aber keine Fördergelder. Das Projekt droht zu scheitern.

Wennigsen/Bredenbeck. 


Der Sozialausschuss verweigerte wegen Beratungsbedarfs seine Zustimmung für einen Mietvertrag über 20 Jahre. Erst in der Ratssitzung am 16. Juni soll endgültig entschieden werden, ob es für die Gemeinde angesichts des Schuldenstandes zwingend nötig ist, weitere Räume für integrative Ortsteilarbeit anzumieten. Mehr als 300000 Euro Mietkosten seien auch auf 20 Jahre verteilt als freiwillige Leistung eine große Summe – so die fraktionsübergreifende Meinung.

Die Mitglieder des Vereinsvorstands waren nach der dreistündigen Sitzung im Bürgersaal fassungslos. „Diese Einwände hätte ich vom Finanzausschuss erwartet, aber nicht vom Sozialausschuss“, sagte der Vorsitzende Thomas Behr. Drei Jahre nach der Vereinsgründung droht den ehrenamtlich ausgearbeiteten Plänen das Aus. Der Umbau einer Scheune im Dorfkern könnte vor dem Kauf der Immobilie scheitern. Wenn die Gemeinde keine Räume für Quartiersarbeit anmiete, fehle dem Verein nicht nur eine Sicherheit für ein Darlehen – „dann bricht eine Säule im integrativen Konzept weg“, sagte der Vize-Vorsitzende Rainer Hahne. Fördergelder von 254
000 Euro blieben aus. „Es wäre beschämend, wenn ich am 22. Juni sagen muss, dass die Politik nicht hinter uns steht“, sagte Behr.

Zuvor waren sich die Kommunalpolitiker der Tragweite ihrer Aussagen offenbar nicht bewusst. „Die Miete ist bei Schulden von 60 Millionen Euro kein Pappenstiel. Was soll die Gemeinde im neuen DGH als Pflichtaufgabe leisten, was sie nicht schon tut?“, fragte FDP-Ratsherr Hans-Jürgen Herr. Eike Werner (CDU) sagte: „Die Summe macht Bauchschmerzen.“ Geplant sind Senioren-, Kinder- und Jugendarbeit, Vorträge und Flüchtlingshilfe. „Diese Aufgaben werden schon von der Gemeinde gelöst“, sagte Herr.

Angesichts eines fehlenden Treffpunkts in Bredenbeck und wegen des bürgerlichen Engagements wollen die Politiker aber genau abwägen.
 

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PS: Die Scheune im Dorfkern gehört übrigens den Eignern des Hofes Warnecke, auf dem sich am Himmelfahrtstag alle Welt tummelte. Da der Hausherr, der dem Finanzausschuss der Gemeinde Wennigsen angehörte, verstorben ist, ist die Frage offen, ob die Hinterbliebenen ein Interesse daran haben, sie zu vermieten oder zu verpachten.

Die Aufnahme, die hier von dem Journalisten Ingo Rodriguez gemacht worden ist, lässt im Hintergrund rechts die alte Schule erkennen, auf deren Dach die Uhr zu sehen ist, deren Läutwerk alle halben Stunden zu vernehmen ist.






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