Dienstag, 12. Mai 2015

2457 Das Sündenregister der Kirche - ellenlos lang und auch von dem Hildesheimer Bischof Trelle nicht zu tilgen. Der Blogger und ein Simpel aus der näheren Umgebung wollen es nach und nach aufarbeiten.


 

Romano Guardini: „Gethsemane“1), -  Anna-Katharina Emmerick: „Jesus am Ölberg“2)
– eine fundamental-kritische Betrachtung kirchlichen Machtverhaltens, vorgenommen von dem Blogger und dem Simpel aus der näheren Umgebung.
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0. Einleitung: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten, wie hier Jesus in der Nacht, bevor er ausgeliefert wurde, am Ölberg/Gethsemane „Blut geschwitzt hat“. Romano Guardini (1885-1968) war der wohl bekannteste katholische Religionswissenschaftler, der die Evangelien zwar aus einer gläubigen, aber auch kritisch-hinterfragenden Distanz heraus betrachtet hat. Anna Katharina Emmerick war eine westfälische Augustinernonne. Sie wurde am 8.9.1776 in Flamschen bei Coesfeld geboren und starb am 9.2.1824 in Dülmen, wo sich auch ihr Grab befindet. Sie war eine christliche Mystikerin, der jahrelang freitags die Wundmale aufbrachen. Sie faszinierte besonders den romantischen Dichter Clemens von Brentano, der jahrelang an ihrem Krankenbett verbrachte und ihre Visionen aufzeichnete. Luise Hensel (Abendgebet „Müde bin ich, geh‘ zur Ruh‘) und Bettina von Arnim gehörten ebenfalls zu ihren Verehrerinnen, wie auch eine Reihe von Bischöfen und hohen Geistlichen.

Sie wurde am 3.10.2004 selig gesprochen und ist damit weit unterbewertet. Von ihr könnten viel größere Impulse für die Erneuerung der gesamten Christenheit ausgehen, als von den heiliggesprochenen Päpsten Johannes Paul II. und Johannes XXIII. Die folgenden Ausführungen können einen nicht unerheblichen Beitrag zu der Heiligsprechung von Anna-Katharina leisten.
1)     Aus: Romano Guardini, „Der HERR“, Werkbundverlag Würzburg 1951.
2)   Aus: Clemens von Brentano, „Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach den Visionen der Anna-Katharina Emmerick“, Christiana-Verlag. Neuauflage März 2015.


I.          Romano Gurardini: „Gethsemane“
      Guardinis Ausführungen betreffen vor allem zwei Gesichtspunkte:
1) Wie empfindet Jesus als Gottessohn die Sünde?    
2)Was ist Sünde?

Ad 1) Psychologie, schreibt er, ist nicht angebracht. Sie dagegen würde hier eher von Manie und Depression, von Hochgefühl und Traurigkeit sprechen. Er sieht hier Jesus als den von seinem Vater „wegverlorenen und verworfenen Menschen“. Seine Schilderung mag nur ein Gefühl, aber keinen Begriff von Gottes (Jesu) Leiden geben, trotz oder wegen seiner Sprachgewalt. Anders, wie wir sehen werden, Anna-Katharina Emmerick. Aber müssen wir überhaupt Mitleid mit Jesus und Gott haben? Man denke an Jesus auf seinem Kreuzweg: „Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich, weint über euch und eure Kinder“ (Luk. 23,28).

Ad 2). Wichtiger ist also, was  u  n s  bedrückt, besonders unsere Frauen und Kinder. Sie sind, vor allem die Kinder, was Leid und Sünde angeht, eher Opfer als Täter. Und wann sind wir vom Opfer zum Täter geworden, dessen innere Verletzungen bewirken, dass er, sie nicht wahrnehmend, sich rächen muss an seiner Umwelt – so zum Täter werdend? Was hat Guardini zur Sündenfrage zu bieten?: „Soviel verstehen wir Christus, als wir die Sünde verstehen“. Konkret nennt Guardini hierfür folgende Begriffe: „Unsere tägliche Auflehnung und Trägheit, Unlauterkeit und Bosheit, mit all dem Bösen, das  der  B e z e i c h n u n g  e n t g e h t, das in den Wurzel sitzt, die Richtung und Haltung unseres Daseins durchdringt“. Außerdem spricht er von „Weltsünde“ - sieben Mal auf den Seiten 455, 456 taucht das Wort „Verlorenheit“ auf.

Aber bitte schön, was meint er mit all dem? Warum bleibt er hier so blass und unkonkret? Dem Menschen Guardini darf man aber mit Psychologie kommen: Für ihn war noch nicht die Zeit reif, und sie ist auch heute vielleicht immer noch nicht dafür bereit, obwohl z.B. Papst Franziskus mit seiner Vatikanansprache im Dezember 2014 einen dicken Markstein gesetzt hat, in ihr die Integrität (Heiligkeit) der Kirche dabei in Frage stellend. Was Guardini als wacher, denkender Mensch erlebt hat, aber nicht auszusprechen wagte, hat Anna-Katharina Emmerick etwa hundert Jahre vor ihrem Tod geschildert: Der Tiefpunkt 1914 der katholischen Kirche seit ihrem Bestehen -zumindest in Westeuropa (s. Anlage 1).

Hier kann man sehen, was Auflehnung, Trägheit, Unlauterkeit, Bosheit, Weltsünde und Verlorenheit konkret bedeutet. Warum konnte oder wollte Guardini diese Dinge nicht beim Namen nennen? Diese Frage wollen wir uns noch einmal später stellen, vor allem auch die Frage, gibt es wirklich keine „Bezeichnung“ für das Böse; kann man es wirklich nicht beim Namen nennen, was „Richtung und Haltung unseres Tuns bestimmt“ und somit Christus nicht verstehen?

II. Die Vision der Anna-Katharina: „Jesus am Ölberg“.
Guardini braucht für sein Kapitel „Gethsemane“ knapp 7 Seiten, Anna-Katharina für „Jesus am Ölberg“ dagegen 27 Seiten: „Ein Jahr ist nicht genug, um all sein Leid zu schildern“. Während Guardini vor allem das Verhältnis zwischen Jesus und Gott Vater in dieser Situation zu ergründen sucht, schildert Anna-Katharina das Verhältnis Jesu zu seiner „Braut“, der katholischen Kirche. Die sieht sie ganz und gar in der Hand des Satans, der sich auch an Jesus selbst heranmacht, ihn vom Leiden abhalten wollend – aber es genauso wenig schafft wie Petrus: „Auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen“, und fast im gleichen Atemzug sagt Jesus zu ihm sagt: „Satan weiche!“ (Matth.16, 13-27). Besonders beschmutzt sieht Anna-Katharina Jesus in seinem eigensten Sakrament, der Eucharistie: „Jesus wollte leiden für alle, die ihm ihr Kreuz nicht nachtragen wollten in seiner Braut, der er sich selbst im heiligsten Sakrament gegeben“ (S.111). „Sie hielten den Tabernakel ihres Herzens nicht reiner, den lebendigen Gott darin aufzunehmen, als sein Tabernakel auf dem Altar gehalten wurde. Für den schmeichelnden Augendienst der Fürsten und Herren der Welt… sah ich alles bei solch unverständigen Kirchenvorständen“ (S. 116). Ich sah aus allen Jahrhunderten ehrfurchtslose Kirchendiener, sündhafte, unwürdige Priester bei dem heiligen Messopfer… wütende Kriegsleute und Teufelsdiener“ (S. 117). „In allen Jahrhunderten bis auf unsere Zeit bis zum Ende der Welt sah ich alle Formen des kranken Irrwahns, des hoffärtigen Trugs, der fanatischen Schwärmerei, des falschen Prophetentums, der ketzerischen Hartnäckigkeit und Bosheit an der Seele des armen Jesus vorüberziehen“ (S. 110).

Anna-Katharina belastet also besonders die eigene Kirche. Viele Emmerickfreunde unterstellen ihr, sie habe damit die unseligen Zeiten der Vergangenheit gesehen, etwa unter den Borghia- und Medici-Päpsten. Aber keine 100 Jahre nach ihren Visionen hatten wir in den westeuropäischen Kirchen ähnliche oder noch schlimmere Verhältnisse. Die deutschen Kardinäle waren damals schlimmer als in der jüngsten Vergangenheit die iranischen Ajatollahs mit ihrer Kriegshetze: gegen das laizistische Frankreich und das merkantilistische Großbritannien und gegen den ganzen Modernismus. Der Vatikan – unter anderem Nuntius Pacelli, der spätere Pius XII., konnte sie nicht stoppen. Der wahre Glaube sollte durch staatlichen Terror – heiliger und gerechter Krieg genannt - verbreitet werden – ähnlich, wie bei ISIS der Islamismus (s. Anlage 1).

„Bis heute wird diese Kriegshetze durch die christlichen Kirchen entweder unter den Teppich gekehrt oder aber als Zeitgeist, der längst überwunden ist, in den Geschichtsbüchern dargestellt: ein Unfall eben – mit 80 Millionen Toten in zwei Weltkriegen. Nachwirkungen hatte diese Kriegshetze noch im II. Weltkrieg, als Goebbels in seiner Sportpalastrede Alte und Jugendliche zum Volkssturm aufrief, in den Krieg einzutreten wie in einen Gottesdienst - auch mit den Worten: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Mit der 5. Strophe von „Großer Gott wir loben Dich“ ehrte man auch „Führer, Volk und Vaterland“.

Wie konnte es zu solch katastrophalen Fehleinschätzungen, zu solchen Sünden der Kirche kommen? Und haben wir wirklich daraus gelernt? Auch hier könnte wieder Guardini helfen. Wenn man etwa die Kapitel in seinem Buch „Der Herr“: „Die Blinden und die Sehenden“ und „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ liest. Dort wird man in die richtige Denkrichtung gestoßen: Wir sehen nur das, was wir sehen wollen. Deswegen können auch keine beamteten Universitätsprofessoren die Wahrheit erkennen, sondern nur „die Kleinen und Unmündigen“. Matthäus hier: „Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass Du dies vor Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber geoffenbart hast“(11,25). Sie haben den ungetrübten Blick. Auch Anna-Katharina. Aber sie nimmt visionär (also sinnlich mit den Augen) in einer Vielfalt von Bildern und mit ihrem Herzen (also dem Gefühl) wahr. Sie war aber wohl überfordert, ihre Visionen intellektuell zu verarbeiten und sie rational, d.h. begrifflich darzustellen, zumal sie nur münsterländisch Platt sprach. Hier hilft wieder Guardini.

Er ist u.E. der einzige Theologe, der für die höchste und tiefste Art der Liebe Gottes zu uns Menschen einen Begriff geformt hat: „G o t t e s  D e m u t“. Es ist die Art der Liebe, die Gott in einem Stall Mensch werden und am Kreuz sterben lässt, nachdem er als absoluter Underdog und „Undergod“ * (Werbung in der TAZ vom 17.12.14 für die Cicero-Ausgabe Januar 2015) gegen das geistig-religiöse Establishment (Diktion der 68er) zu Feld gezogen ist, bis man ihm den Prozess machte. Heute ist man humaner: Er käme in die Klapsmühle. Wir dürfen Guardini unterstellen, dass er sowohl die Visionen der Anna-Katharina Emmerick kannte, mit Sicherheit auch die Kriegshetzereien des deutschen höheren Klerus und vor allem Machiavellis „Il Principe“ (s. Anlage 2).Wie wir aus ihr ersehen können, erkennt das Volk nur mit den Augen: „Denn die Menschen urteilen im Ganzen mehr nach den Augen, als nach dem Gefühl“. Dass sie ihren Verstand überhaupt nicht benutzen, scheint für ihn außer Frage zu stehen.


Guardinis Intellekt hätte zweifellos dazu führen müssen, die Visionen der Anna-Katharina begrifflich zu fassen. Petrus hat Jesus dreimal verraten: Guardini mit dem Bla-bla-bla-Begriff  V e r l o r e n h e i t  doppelt so oft, 6 Mal. Tauschen wir nur einen Buchstaben, dann trifft es die realexistierende Kirche auch heute noch bis ins Mark: Anstelle von „r“ nehme man ein „g“ und man ist bei der V e r l o g e n h e i t. Für eine solche Analyse war die Zeit noch nicht reif, und auch ihn hätte die Klapsmühle resp. die absolute Isolierung, der Kirchenbann durch die heilige Inquisition getroffen. Das unglückliche Pontifikat Benedikts, sein Rücktritt, die Missbrauchsaffären, die unsägliche Verschwendungssucht, mehr noch: das Machtverhalten eines Tebartz van Elst und die Kurienschelte durch Franziskus könnten uns dazu bringen, endlich für die Wahrheit reif zu werden. Oder muss noch mehr kommen, um Anna-Katharina zuzustimmen, dass unsere heilige römisch-katholische Kirche zutiefst scheinheilig ist - unterwegs auf den Spuren der alten römischen Imperatoren?: Pontifex Maximus war die Bezeichnung für die römischen Kaiser – und ist es bis heute noch für den Papst. Selbst der gute Johannes XXIII. hatte noch die Tiara als Zeichen der Weltherrschaft auf seinem Haupt getragen, damit kundtuend, dass unsere Kirche immer noch in den Fängen des Satans ist (Matth. 4, 8-9: Die Versuchung Jesu in der Wüste durch Satan).

Vielleicht hat auch Papst Benedikt XVI. dies erkannt, als er in seiner Freiburger Rede vieldeutig von der verweltlichten Kirche sprach und lieber zurücktrat als zu erklären, was er damit meinte. Auf Schilderungen der Verweltlichung treffen wir auch immer wieder bei Anna-Katharina. Die Kirche hat in den letzten 1700 Jahren seit Konstantins Sieg an der Milvischen Brücke nicht das Evangelium Jesu Christi verkündet, sondern es immer wieder dem jeweiligen Zeitgeist und Machtverhältnissen angepasst. So wurde der Pontifex Maximus nicht zum Brückenbauer von den Menschen hin zum Vater, sondern zu den Mächtigen der jeweiligen Zeit.
*Originalschrift TAZ




Einen Gottvater, der wie Jesus (sein Wort: „Wer mich sieht, sieht den Vater“; (Joh. 14, 1-12), und der „sanft und von Herzen demütig“ (Matth. 11, 29) ist, passte nicht in Zeiten, in denen es Herrscher gab, die sich als von Gottes Gnaden bezeichneten. Auch heute noch gibt es Staatslenker, die sich als Präsidenten „of god’s own land“ fühlen und damit „the american way of life“ missionarisch durchsetzen wollen. In der Gegenwart hat die Kirche ein Problem: Sie braucht Untertanen. Die gibt es leider nun nicht mehr – jedenfalls nicht in dem Maße, wie es zu ihrem immer noch nicht überwundenen, jahrtausendalten Selbstverständnis passt: dumme, brave Schäfchen. Die finden sich allerdings immer weniger, weil sich im gesamten gesellschaftlichen Umfeld Demokratie und Meinungsfreiheit durchgesetzt haben, deren Folge ein höheres Selbstwertgefühl der Individuen ist. Dies schlägt sich vor allem in einer veränderten Kindererziehung nieder: anstelle von Prügeln und Gehorsam ein gesundes Selbstbewusstsein, das wiederum die Basis ist für gelingendes Miteinander. Damit steigen auch die Chancen, dass auch in der Kirche Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit Fuß fassen. Aus einem hierarchischem Machtapparat kann so eine Kirche werden, die den Geist Jesu at(h)met: „Die Ersten werden die Letzten sein“, „Wer sich erhöht, wird erniedrigt“, „Denkt nur nicht, ich sei gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“ – überhaupt sein ganzes Leben, Lehren und Leiden, angefangen von der Krippe bis zum Kreuz.

Wie heißt es noch nach der Wandlung? „Schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben Deiner Kirche.“ Nach Katharina müsste es heißen: „Schau nicht auf die Sünden Deiner Kirchen(oberen), sondern auf unseren Glauben – den Glauben der Kleinen und Unmündigen“ (Mt. 25, 40). Eingeschlossen sind hier auch die Geringsten und Unwürdigen. Weiter heißt es in unserer Liturgie „mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa“ – ohne uns zu sagen, worin diese Schuld eigentlich bestehen soll. Weiter geht es mit einem sich immer wiederholenden „Erbarme Dich!“. Immer wieder werden die Gläubigen an ihre Sünden erinnert und sagen „Ich bin nicht würdig“ – so, als hätte es das Leiden und Sterben Jesu und sein Erlösungswerk nicht gegeben. Das Kirchenvolk wird durch die Eucharistiefeier nicht befreit und gestärkt, sondern in seinem Selbstwertgefühl massiv verletzt. Sie stellt eine Art von Publikumsbeschimpfung dar, die von den Schäfchen klaglos hingenommen wird, weil sie sich zur falschen Demut verpflichtet sehen.

Anna-Katharina schildert mit immer neuen Worten und Bildern den „Frust“ Jesu, die Vergeblichkeit seines Lebens, Lehrens und Leidens in seiner bittersten Stunde. Um auf Guardini zurückzukommen: „Ohne Sündenverständnis kein Jesusverständnis“. Kann er wirklich, wie erwähnt, „das Böse, das in unseren Wurzeln sitzt, die Richtung und Haltung unseres Daseins durchdringt“ nicht benennen? Anna-Katharina nennt das, was uns dazu führt, „Satan“, „Teufel“, „Widersacher“, „Böser Feind“, „Versucher“. Welche Seiten spricht dieser Satan in uns an? Es ist unser Selbsterhaltungstrieb, der uns fehlleitet und unseren Machtinstinkt zu geltenden, tierischen Ordnungsprinzip macht - besonders bei den Alphatypen (Darwin: „Survival of the fittest“). Das führte früher zu den Kriegen in Europa und immer noch zu Auseinandersetzungen in allen Teilen der Welt. Besonders in der westlichen Hemisphäre äußert es sich heute in den ständigen Positionskämpfen unserer Wettbewerbsgesellschaft, in der immer mehr Menschen zu Verlierern werden. Die, gestresst, burnoutgeschädigt und depressiv, nicht mehr schlafen können. Wie in der Tierwelt ist Macht der dominierende Ordnungsfaktor im menschlichen Zusammenleben. Wegen unserer christlichen Schäfchenmentalität haben alle Alphatypen leichtes Spiel mit unsereiner. Um den Gedanken der Schuldfähigkeit zu Ende zu führen: Sein Vermächtnis am Kreuz: „Vater, vergib‘ ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Luk. 23, 34) galt für sein Volk. Gilt es auch heute noch für seine Braut, die heilige, römisch-katholische Kirche?

Dieses doppelte Vermächtnis haben wir nicht angenommen. Das göttliche Ordnungsprinzip „Demut“ und unserer fehlende Schuldfähigkeit (Lk. 23, 34) haben wir nicht erkannt. Stattdessen halten wir am Darwinschen Machtprinzip fest und folgen blindlings allen Weisungen von oben. Es kommt nicht darauf an, was jemand sagt, sondern wer etwas sagt. Wie bei dem von Satans Machtwillen besessenen Führer Adolf Hitler. Dem das deutsche Volk blindlings in den Untergang gefolgt ist, vorher seinen Befehlen gewissenhaft-gewissenlos folgend. Ergo sind wir hochtechnisierte, zivilisierte, kultivierte, gelegentlich wohl auch hochreligiöse Wesen. Ausgestattet mit einem ganz, ganz niedrigen Intelligenzquotienten, was das Erkennen der Wahrheit angeht. Unsere bösen Taten sind schlichtweg nicht vermeidbare Verfehlungen. Der einzelne Mensch kann sich aus diesem Umfeld nicht ablösen – s. Jesus, der dieses geistige Evolutionsdefizit gnadenlos angeprangert hat, damit am Kreuze endend. Siehe Guardini, der u.E. um die Verlogenheit seiner Kirche wusste, es aber für sinnlos hielt, sie offen zu benennen, wohl auf eine Zeit hoffend, in der dies möglich wird. Wir denken, diese Stunde der Wahrheit ist gekommen: Wir erkennen, das  M a c h t p r i n z i p  i s t  t i e r i s c h,  D e m u t  i s t  g ö t t l i c h  – Guardini und Anna-Katharina sei Dank.

Beide lassen uns hoffen, dass sein Denken und ihre Visionen nicht ins Leere laufen und so vergeblich gewesen sind, sondern zu einem tröstlichen Ergebnis führen: Anna-Katharina sieht nach all den schrecklichen Bildern am Ende auch die Erlösten, zu denen auch die vor Jesus schon Verstorbenen sowie die „künftigen Seligen“ nach all ihren Mühen und Kämpfen. Sie befinden sich in einem wunderbaren Miteinander, gestärkt „aus dem heiligen Sakramente“ – diesmal wohl richtig verstanden – und dem „Leiden des Herrn“. Dann taucht aber wieder sein bevorstehendes Leiden vor ihm auf: Zum Schluss stärkt ihn ein Engel „mit einem leuchtenden Bissen“. Damit konnte er „den Kelch seiner Leiden freudig annehmen“ und den kommenden Tag so souverän bestehen, wie uns dies die Evangelisten berichten.

Martin Cross, Angerweg 6 a, 30974 Bredenbeck
Dieter Athmer, Dürerweg 2, 30974 Wennigsen
Fon 05103/3218.        Datum: 24.04.2015

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Becher des Lebens
Schleichende Angst
vor der Stille
dem schwarzen Loch
verschlingt es mein Ich
Sehnsucht nach
Flügeln im Wind
und endloser Weite
der Wiese mit
einem Meer aus Gänseblümchen
träumend in den
blauen Himmel blicken
den Augenblick einfangen
ohne den Druck
eines überquellenden Alltags
Schleichende Angst
wer bin ich noch
wenn mein Alltag
die Langsamkeit des Seins
aufnimmt
Langeweile ein Greuel
Hektik Motor des Lebens
Besinne ich mich
auf meine Stärken
weiß ich um meine Möglichkeiten
die 7
gerade zu lassen
© Ursula Sänger-Strüder












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